Allgemeine Geschäftsbedingungen der DMV Deutsche Metallveredlung GmbH, Lennestadt


§ 1 Allgemeines/Geltungsbereich


1) Kunde i. S. d. Geschäftsbedingungen sind Unternehmer.


2) Unsere Geschäftsbedingungen gelten ausschließlich; entgegenstehende oder von unseren Geschäftsbedingungen abweichende Bedingungen des Kunden erkennen wir nicht an, es sei denn, wir hätten ausdrücklich schriftlich ihrer Geltung zugestimmt. Unsere Geschäftsbedingungen gelten auch dann, wenn wir in Kenntnis entgegenstehender oder von unseren Geschäftsbedingungen abweichender Bedingungen des Kunden Leistungen an den Kunden vorbehaltlos ausführen.


3) Alle Vereinbarungen, die zwischen uns und dem Kunden zwecks Ausführung dieses Vertrages getroffen werden, sind in diesem Vertrag schriftlich niederzulegen.


4) Unsere Geschäftsbedingungen gelten auch für alle künftigen Geschäfte mit dem Kunden.


§ 2 Angebot und Vertragsschluss


1) Unsere Angebote sind freibleibend und unverbindlich. Annahmeerklärungen und sämtliche Bestellungen bedürfen zur Rechtswirksamkeit unserer schriftlichen Bestätigung.


2) In dem Bestätigungsschreiben werden die zu erbringenden Leistungen bezeichnet. Preisangaben im Bestätigungsschreiben können auch durch Verweisung auf die bei uns ausliegenden Preis- und Arbeitskataloge hinsichtlich der in Frage kommenden Positionen erfolgen.


3) Zeichnungen, Abbildungen, Maße, Gewichte oder sonstige Leistungsdaten sind nur verbindlich, wenn dies ausdrücklich schriftlich vereinbart wird.


4) Unsere Mitarbeiter sind nicht befugt, mündliche Nebenabreden zu treffen oder mündliche Zusicherungen zu geben, die über den Inhalt des schriftlichen Vertrages hinausgehen.


5) An Abbildungen, Mustern, Zeichnungen, Kalkulationen und sonstigen Unterlagen behalten wir uns Eigentums- und Urheberrechte vor; sie dürfen Dritten nicht zugänglich gemacht werden. Dies gilt insbesondere für solche schriftlichen Unterlagen, die als „vertraulich“ bezeichnet sind; vor ihrer Weitergabe an Dritte bedarf der Kunde unserer ausdrücklichen schriftlichen Zustimmung.


6) Der Vertragsschluss erfolgt unter dem Vorbehalt der richtigen und rechtzeitigen Selbstbelieferung durch unsere Zulieferer. Dies gilt nur für den Fall, dass die Nichtlieferung nicht von uns zu vertreten ist, insbesondere bei Abschluss eines kongruenten Deckungsgeschäftes mit unserem Zulieferer.
Der Kunde wird über die Nichtverfügbarkeit der Leistung unverzüglich informiert. Die Gegenleistung wird unverzüglich zurückerstattet.


§ 3 Preise/Zahlungsbedingungen


1) Sofern sich aus der Auftragsbestätigung nichts anderes ergibt, gelten unsere Preise „ab Werk“ ausschließlich Verpackung, Porto, Fracht, sonstige Versandspesen, Versicherung, Zoll und Montage; diese werden gesondert in Rechnung gestellt.


2) Die gesetzliche Mehrwertsteuer ist nicht in unseren Preisen eingeschlossen; sie wird in gesetzlicher Höhe am Tag der Rechnungstellung in der Rechnung gesondert ausgewiesen.


3) Der Abzug von Skonto bedarf besonderer schriftlicher Vereinbarung.


4) Sofern sich aus der Auftragsbestätigung nichts anderes ergibt, ist unsere Forderung netto (ohne Abzug) innerhalb von acht Tagen ab Rechnungsdatum zur Zahlung fällig. Der Kunde hat während des Verzuges die Geldschuld in Höhe von 8 % über dem Basiszinssatz zu verzinsen.


Gegenüber dem Kunden sind wir berechtigt, einen höheren Verzugsschaden geltend zu machen, falls wir in der Lage sind, einen höheren Verzugsschaden nachzuweisen. Der Kunde ist jedoch berechtigt, uns nachzuweisen, dass uns als Folge des Zahlungsverzuges kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist. Unsere Rechnungsforderung ist jedoch sofort fällig, wenn der Kunde uns gegenüber mit anderen Forderungen in Zahlungsverzug gerät, oder wenn die Unsicherheit seiner Vermögenslage durch Insolvenzantrag, gerichtlichen oder außergerichtlichen Vergleichsantrag, Wechsel- oder Scheckprotest, Zwangsvollstreckung oder Ausfall eines Bürgen oder sonstige Ereignisse gemäß § 321 BGB bekannt werden. In diesem Fall sind wir berechtigt, noch ausstehende Leistungen nur gegen Vorauszahlung bzw. Nachnahme zu erbringen oder vom Vertragsabschluss zurückzutreten.


5) Aufrechnungsrechte stehen dem Kunden nur zu, wenn seine Gegenansprüche rechtskräftig festgestellt oder von uns anerkannt sind. Außerdem ist er zur Ausübung seines Zurückbehaltungsrechtes insoweit befugt, als sein Gegenanspruch auf dem gleichen Vertragsverhältnis beruht.


§ 4 Warenannahme


(1)    Wir nehmen die Ware vorbehaltlich und ohne Einzelprüfung an. Insbesondere die Prüfung auf Stückzahl, Gewicht und Qualität nehmen wir nicht vor.


(2)    Die Angabe auf dem Lieferschein des Kunden wird als richtig angenommen, unterliegt allerdings dem Vorbehalt, dass mögliche Differenzen zwischen der Angabe im Lieferschein und der tatsächlich vorhandenen Menge, Qualität etc. erst später festgestellt werden können.


(3)    Wir sind nicht verpflichtet, auf Mengen-, Gewichts- und sonstige Differenzen sowie Auffälligkeiten hinzuweisen.


(4)    Die uns angelieferte Ware ist bis zur Auslieferung nicht über unsere Versicherungsverträge versichert. Bei Bedarf muss dies eigenständig vom Kunden durch Abschluss einer Außenversicherung geschehen.


§ 5 Lieferzeit


1) Liefertermine oder –fristen sowie Fertigstellungstermine, die verbindlich oder unverbindlich vereinbart werden können, bedürfen der eindeutigen schriftlichen Bestätigung durch unser Haus.


2) Liefer- und Leistungsverzögerungen aufgrund höherer Gewalt und aufgrund von Ereignissen, die uns die Lieferung nicht nur vorübergehend wesentlich erschweren oder unmöglich machen – hierzu gehören insbesondere Streik, Aussperrung, behördliche Anordnungen usw., auch wenn sie bei unserem Lieferanten oder deren Unterlieferanten eintreten, haben wir auch bei verbindlich vereinbarten Fristen und Terminen nicht zu vertreten. Sie berechtigen uns, die Lieferung bzw. Leistung um die Dauer der Behinderung zzgl. einer angemessenen Anlaufzeit hinaus zu schieben oder wegen des noch nicht erfüllten Teils ganz oder teilweise vom Vertrag zurückzutreten.


3) Wenn die Behinderung länger als drei Monate dauert, ist der Kunde nach angemessener Nachfristsetzung berechtigt, hinsichtlich des noch nicht erfüllten Teils vom Vertrag zurückzutreten. Verlängert sich die Lieferzeit oder werden wir von unserer Verpflichtung frei, so kann der Kunde hieraus keine Schadensersatzansprüche herleiten. Auf die genannten Umstände können wir uns nur berufen, wenn wir den Kunden unverzüglich benachrichtigt haben.


4) Der Beginn einer von uns angegebenen Lieferzeit oder eines Fertigstellungstermins setzt die Abklärung aller technischen Fragen voraus.


5) Kommt der Kunde in Annahmeverzug oder verletzt er sonstige Mitwirkungspflichten, so sind wir berechtigt, den uns entstehenden Schaden, einschließlich etwaiger Mehraufwendungen, zu verlangen. In diesem Fall geht auch die Gefahr eines zufälligen Untergangs oder einer zufälligen Verschlechterung des Werkes in dem Zeitpunkt auf den Kunden über, in dem dieser in Annahmeverzug gerät.


6) Wir sind zu Teillieferungen und Teilleistungen jederzeit berechtigt.


§ 6 Versand und Gefahrübergang


1) Die Gefahr geht auf den Kunden über, sobald die Sendung an die den Transport ausführende Person übergeben worden ist oder zwecks Versendung unser Werk verlassen hat. Wird der Versand auf Wunsch des Kunden verzögert, geht die Gefahr mit der Meldung der Versandbereitschaft auf ihn über. Sofern der Kunde es wünscht, werden wir die Lieferung durch eine Transportversicherung eindecken; die insoweit anfallenden Kosten trägt der Kunde.


2) Der Übergabe steht es gleich, wenn der Kunde in Verzug der Annahme ist.


3) Bei Abholung von der Lieferstelle obliegen dem Kunden bzw. seinen Beauftragten das Beladen des Fahrzeuges und die Beachtung der gesetzlichen Vorschriften bzgl. des Gefahrguttransportes.


4) Das Abladen und Einlagern der Ware ist in jedem Fall Sache des Kunden.


5) Soweit unsere Mitarbeiter beim Abladen darüber hinaus behilflich sind und hierbei Schäden an der Ware oder sonstige Schäden verursachen, handeln sie auf das alleinige Risiko des Kunden und nicht als unsere Erfüllungsgehilfen.


6) Die vorstehenden Regelungen geltend entsprechend bei der Belieferung durch dritte Beförderungsunternehmen, soweit aus deren Verhalten eine Haftung für uns hergeleitet werden könnte. Die Haftung des Dritten bleibt unberührt.


§ 7 Mängelgewährleistung


1) Die von uns gelieferte Ware ist unverzüglich auf Fehlerfreiheit zu untersuchen. Offensichtliche oder erkannte Mängel müssen uns vom Kunden unverzüglich schriftlich angezeigt werden. Bei Verletzung dieser Untersuchungs- und Rügepflicht gilt die Ware als genehmigt; Mängelansprüche sind dann ausgeschlossen. Die Untersuchungs- und Rügepflicht besteht auch dann, wenn Ausfallmuster übersandt worden sind.


2) Da wir die Werkstoffeigenschaften des angelieferten Gutes nicht kennen, muss der Kunde selbst prüfen, ob das zur Oberflächenbehandlung angelieferte Material technologisch für eine solche Behandlung geeignet ist. Das zu beschichtende Material muss insbesondere frei sein von Gusshaut, Formsand, Zunder, Ölkohle, eingebranntem Fett, Schweißschlacke, Grafit, Farbanstrichen; es darf keine Poren, Lunker, Risse, Doppellungen etc. aufweisen; Gewinde müssen ausreichend über- bzw. unterschnitten sein.


3) Ausschuss und Fehlmengen bei Kleinteilen bis zu 2 % des Auftragsvolumens berechtigen nicht zu Mängelansprüchen.


4) Wir behalten uns vor, fehlbeschichtete Teile vor Versand nachzuarbeiten (z. B. Entlackung und Neubeschichtung).


5) Wir leisten für Mängel der Ware zunächst nach unserer Wahl Gewähr durch Nachbesserung oder Neuherstellung.


6) Sofern wir die Erfüllung ernsthaft und endgültig verweigern, wir die Beseitigung des Mangels und Nacherfüllung wegen unverhältnismäßiger Kosten verweigern, die Nacherfüllung fehlschlägt oder sie uns unzumutbar ist, kann der Kunde nach seiner Wahl nur Herabsetzung der Vergütung (Minderung) oder Rückgängigmachung des Vertrages (Rücktritt) und Schadensersatz im Rahmen der Haftungsbeschränkung (s. § 8) statt der Leistung verlangen. Bei einer nur geringfügigen Vertragswidrigkeit, insbesondere bei nur geringfügigen Mängeln, steht dem Kunden jedoch kein Rücktrittsrecht zu.


7) Sofern wir die in einem Mangel liegende Pflichtverletzung nicht zu vertreten haben, ist der Kunde nicht zum Rücktritt vom Vertrag berechtigt.


8) Rechte des Kunden wegen Mängeln, die nicht ein Bauwerk bzw. ein Werk, das in der Erbringung von Planungs- und Überwachungsleistungen hierfür besteht, betreffen, verjähren in einem Jahr ab Ablieferung der Ware. Die kurze Verjährungsfrist gilt nicht, wenn uns grobes Verschulden vorwerfbar ist, wir gegen eine wesentliche Vertragspflicht oder eine Kardinalpflicht schuldhaft verstoßen haben, sowie im Falle von uns zurechenbaren Körper- und Gesundheitsschäden oder bei Verlust des Lebens. Eine Haftung durch uns nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt ebenfalls unberührt.


9) Bei arglistigem Verschweigen von Mängel oder der Übernahme einer Garantie für die Beschaffenheit bleiben weitergehende Ansprüche unberührt.


10) Garantien im Rechtssinne erhält der Kunde durch uns nicht.


§ 8 Haftungsbeschränkungen


1) Schadensersatzansprüche sind unabhängig von der Art der Pflichtverletzung, einschließlich unerlaubter Handlungen, ausgeschlossen, soweit nicht vorsätzliches oder grob fahrlässiges Handeln vorliegt.


2) Bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten haften wir für jede Fahrlässigkeit, jedoch nur bis zur Höhe des vorhersehbaren Schadens.


3) Die Haftungsbeschränkungen und Ausschlüsse in Ziffer 1 und 2 gelten nicht für Ansprüche, die wegen arglistigen Verhaltens von uns entstanden sind, sowie bei einer Haftung für garantierte Beschaffenheitsmerkmale, für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers und der Gesundheit.


4) Soweit unsere Haftung ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für Angestellte, Arbeitnehmer, Vertreter und Erfüllungsgehilfen.


5) Schadensersatzansprüche des Kunden wegen eines Mangels verjähren nach einem Jahr ab Ablieferung der Ware. Dies gilt nicht, wenn uns grobes Verschulden vorwerfbar ist, wir gegen eine wesentliche Vertragspflicht oder eine Kardinalpflicht schuldhaft verstoßen haben, sowie im Falle von uns zurechenbaren Körper- und Gesundheitsschäden oder bei Verlust des Lebens.


§ 9 Verjährung unserer Ansprüche auf Werklohn


1) Unsere Ansprüche auf Werklohn verjähren in fünf Jahren.


§ 10 Eigentumsvorbehalt


1) Wir behalten uns das Eigentum an der Ware bis zur vollständigen Begleichung aller Forderungen, die uns aus der Geschäftsverbindung gegen den Kunden jetzt oder künftig zustehen, vor (Vorbehaltsware).


2) Wir sind berechtigt, die Vorbehaltsware auf Kosten des Kunden gegen Diebstahl, Bruch-, Feuer-, Wasser- und sonstige Schäden zu versichern, sofern nicht der Kunde selbst die Versicherung nachweislich abgeschlossen hat.


3) Der Kunde darf die Vorbehaltsware weder verpfänden noch zur Sicherung übereignen. Bei Pfändungen sowie Beschlagnahmungen oder sonstigen Verfügungen durch dritte Hand hat er uns unverzüglich davon zu benachrichtigen, damit wir unsere Eigentumsrechte durchsetzen können. Soweit der Dritte nicht in der Lage ist, uns die in diesem Zusammenhang entstehenden gerichtlichen oder außergerichtlichen Kosten zu erstatten, haftet hierfür der Kunde.


4) Wir sind berechtigt, bei vertragswidrigem Verhalten des Kunden, insbesondere bei Zahlungsverzug, vom Vertrag zurückzutreten und die Ware heraus zu verlangen.


5) Verarbeitung oder Umbildung der Vorbehaltsware erfolgen für uns als Hersteller gem. § 950 BGB, ohne uns zu verpflichten. Wird die in unserem Eigentum stehende Vorbehaltsware mit anderen Gegenständen verarbeitet, so erwerben wir das Miteigentum an der neuen Sache im Verhältnis des Verkehrswertes unserer Ware zum Wert der anderen verarbeiteten Gegenstände zur Zeit der Verarbeitung. Der Kunde wird die neue Sache mit der verkehrsüblichen Sorgfalt kostenlos für uns verwahren.


6) Der Kunde ist berechtigt, die Vorbehaltsware im ordnungsgemäßen Geschäftsverkehr zu verarbeiten und zu veräußern, solange er nicht im Verzug ist. Die aus dem Weiterverkauf oder einem sonstigen Rechtsgrund (Versicherung, unerlaubte Handlung) bezüglich der Vorbehaltsware entstehenden Forderungen (einschließlich sämtlicher Saldoforderungen aus Kontokorrent) tritt der Kunde bereits jetzt sicherungshalber in vollem Umfang an uns ab. Wir ermächtigen ihn widerruflich, die an uns abgetretenen Forderungen für unsere Rechnung im eigenen Namen einzuziehen. Diese Einziehungsermächtigung kann nur widerrufen werden, wenn der Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachkommt.


7) Wir verpflichten uns, auf Anforderung die uns zustehenden Sicherungen insoweit freizugeben, als ihr Wert die zu sichernden Forderungen um mehr als 10 % übersteigt.


§ 11 Gerichtsstand/Erfüllungsort


1) Sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist, ist unser Geschäftssitz der Gerichtsstand; wir sind jedoch berechtigt, den Kunden auch an seinem Wohnsitzgericht zu verklagen. Dasselbe gilt, wenn der Kunde keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland hat oder Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt des Klageerhebung nicht bekannt sind.


2) Sofern sich aus der Auftragsbestätigung nichts anderes ergibt, ist unser Geschäftssitz der Erfüllungsort.


§ 12 Anwendbares Recht, Teilnichtigkeit


1) Für diese Geschäftsbedingungen und die gesamten Rechtsbeziehungen zwischen uns und dem Kunden gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des Rechts des UN-Übereinkommens über Verträge über den internationalen Warenkauf.


2) Sollte eine Bestimmung in diesen Geschäftsbedingungen oder eine Bestimmung im Rahmen sonstiger Vereinbarungen unwirksam sein oder werden, so wird hiervon die Wirksamkeit aller sonstigen Bestimmungen oder Vereinbarungen nicht berührt.


DMV Deutsche Metallveredlung GmbH
(Stand: März 2019)

Technische Lieferbedingungen der DMV Deutsche Metallveredlung GmbH, Lennestadt
Unsere Leistungen und Angebote erfolgen u.a. auf Grundlage dieser technischen Lieferbedingungen:

1.    Einhaltung der Normanforderung


Die Einhaltung der Normanforderungen hängt neben der Oberfläche auch vom Material des Artikels, Oberflächenstruktur etc. ab. Eine Angebotsstellung durch unser Haus ist daher noch kein Nachweis, dass die für einen Artikel vorgesehenen Normanforderungen an die Oberfläche auch erfüllt werden. Der Nachweis der Einhaltung der Normanforderungen bedarf einer gesonderten Prüfung anhand von (Muster-)Teilen. Regelmäßig werden Prüfungen (Erstmusterprüfberichte etc.) durchgeführt, die der gesonderten Beauftragung bedürfen. Dies gilt insbesondere für Korrosionsschutzprüfungen, die z.B. häufig in den Normanforderungen der Automobilhersteller enthalten sind.


2.    Anlieferung


Das Rohmaterial muss in geeigneten Behältern angeliefert werden. Die Behälter müssen sauber sein und dürfen nicht deformiert oder defekt sein (u.a. müssen Gitterboxen fest verschlossen sein). Sofern nicht schriftlich vereinbart, gelten die Anlieferbehälter als Tauschgut. Der Kunde hat daher nur Anspruch auf Rücklieferung des gleichen aber nicht desselben Behälters bzw. Behältertyps.  


3.    Beschaffenheit des Rohmaterials


Die Teile müssen in einem beschichtungsgerechten Zustand sein, d.h. metallisch blank, frei von Schweißrückständen, Formsand, Zunder, eingebranntem Fett, Farben, Lacke, Rost etc. Eine leichte Beölung ist zulässig. Abweichungen bedürfen der schriftlichen Vereinbarung. Fremdteile (Späne, Stanzabfälle etc.) dürfen nicht enthalten sein. Das Grundmaterial muss einwandfrei und ohne Risse etc. sein. Fehler am und im Rohmaterial können zu mangelhaften Beschichtungsergebnissen führen.


4.    Schichtdicken


Die Stellen auf den Teilen, die zur Messung der Schichtdicke herangezogen werden, wählen wir frei. Aufgrund der Teilegeometrie und der Verfahrensbedingungen können die Schichtdicken auf einem Teil und im Vergleich mit anderen Teilen variieren. Hierzu zählen auch Dopplungen oder verpresste Teile im Rohmaterial, die ggf. mangelhaft beschichtet werden. Des Weiteren können Dopplungen und verpresste Teile Kapillarwirkungen hervorrufen. Hierdurch werden u.a. Badinhalte verschleppt und treten erst im weiteren Verlauf des Beschichtungsprozesses wieder aus. Die Folge sind mangelhafte Beschichtungsergebnisse.
Sofern gesondert schriftlich vereinbart, werden bestimmte Bereiche des Teils lackfrei gehalten (z.B. Bohrungen, Gewinde etc.). Passmaße werden von uns nicht geprüft. Prüfmittel für Passmaße (z.B. Gewindelehrdorn) sind vom Kunden beizustellen und zu verwalten.
Gestellbeschichtung: Fertigungsbedingt können vereinzelt höhere oder geringere Schichtdicken als gefordert vorliegen. Dies ist insb. am Aufhängepunkt der Teile an Gestellen der Fall („Kontaktstelle“). Am Aufhängepunkt sind regelmäßig geringere oder keine Schichtdicken möglich. Um den Aufhänge-punkt herum können sich regelmäßig höhere Schichtdicken bilden. Vertiefungen, Bohrungen etc. können aufgrund der Luftblasenbildung während des Beschichtungsprozesses beschichtungsfrei sein. Neben der optischen Einschränkung durch diese Stellen wird auch das Korrosionsverhalten negativ beeinflusst. Die Korrosionsbeständigkeit kann an diesen Stellen nicht gewährleistet werden.
Trommelbeschichtung: Fertigungsbedingt können Teile deformiert werden oder mangelhafte Beschich-tungsergebnisse und damit unzureichende Korrosionsbeständigkeit aufweisen. Schlagstellen und Kratzer sind möglich. Insbesondere Teile mit flächiger Geometrie können während des Beschichtungsprozesses aneinander haften und damit mangelhaft beschichtet werden.


5.    Aussehen/ Finish


Die Nachbehandlung in der galvanischen Beschichtung (Passivierungen und Versiegelungen) führen zu einer irisierenden Farbgebung, die auf den Teilen wie unterschiedliche Farben erkennbar sind. Die Korrosionsbeständigkeit wird hierdurch nicht beeinträchtigt.  
Unsere Beschichtungen erfüllen technische, jedoch keine optischen Ansprüche. Optische Ansprüche (z.B. Sichtteile im Automobilbereich) müssen bei Anfrage ausdrücklich genannt und erläutert werden.


6.    Gestelle, Trommeln, Pulver, Werkzeuge und Montagehilfen


Im Regelfall verwenden wir vorhandene Gestelle und Trommeln für die Beschichtung, deren Kosten im Beschichtungspreis inkludiert ist. Im Falle von Sondergestellen/–trommeln werden wir die Kosten entsprechend unseres Angebots berechnen. Sondergestelle/-trommeln sind – auch bei Kosten-beteiligung durch den Kunden – unser Eigentum.
Eine Reihe von Pulversorten halten wir standardmäßig vor. Die Lieferzeiten für Pulversorten, die nur selten angefragt werden, können bis zu 8-12 Wochen betragen. Eine frühzeitige Auftragsbestätigung durch den Kunden verringert das Risiko verzögerter Beschichtungszeiten.
Die Verwendung von Werkzeugen und Montagehilfen bedarf einer schriftlichen Vereinbarung. Grund-sätzlich bleiben die vom Kunden gelieferten Werkzeug und Montagehilfen sein Eigentum, das er zu verwalten hat.


7.    Ausschuss und Nacharbeit


Verfahrensbedingt sind Unterschiede im Beschichtungsergebnis möglich. Fertigware kann daher Teile enthalten, die nicht einwandfrei beschichtet sind („Ausschuss“). Reklamationen für Ausschuss erken-nen wir erst an, wenn der Ausschuss 2% der Anliefermenge übersteigt. Anerkannte Ausschussmengen sind uns zurückzusenden.
Unzureichend beschichtete Teile werden, sofern möglich, entschichtet und erneut beschichtet, sofern sie 2% der Anliefermenge übersteigen. Mengen, die unter 2% der Anliefermenge liegen, werden entsorgt. Nacharbeit wird der einwandfrei beschichteten Ware beigelegt oder zeitnah nachgeliefert. Sofern eine Nacharbeit nicht gewünscht ist, bitten wir um entsprechende schriftliche Nachricht.
Eine zusätzliche Sichtkontrolle der Teile, die gesondert zu vereinbaren ist, führt regelmäßig zu geringerem Ausschuss. Die Sichtkontrolle (auch 100%-Kontrolle genannt) ist keine Gewähr für absolut einwandfreie Teile, da die Sichtkontrolle durch Menschen durchgeführt wird und menschliche Fehler trotz aller Erfahrungen und Sorgfalt nicht auszuschließen sind. Reklamationen für 100% kontrollierte Teile erkennen wir erst an, wenn sie 0,5% der Anliefermenge übersteigen.


8.    Mengendifferenzen


Mengendifferenzen zwischen angelieferter Rohware und versandter Fertigware können verschiedene Ursachen haben. Die angelieferte Menge entspricht nicht den Lieferschein-Daten (Hinweis: Wir führen keine Stückzahlkontrolle der angelieferten Ware durch). Im Beschichtungsprozess fallen Teile auf den Boden oder in die Prozessbäder – diese Teile werden verschrottet. Belastungen des Kunden für Mengendifferenzen erkennen wir nicht an.


9.    Verpackung


Sofern nicht anders vereinbart, verpacken wir die Ware in der Form und Größe nach mit den Anliefer-behältern vergleichbare Behälter. Die Teile werden in die mit Pappe ausgekleideten Behälter lose eingelegt. Je nach Behandlung der Behälter und der Ware während des anschließenden Weitertransports kann es zu Schlagstellen, Deformationen etc. kommen.
Gesonderte Verpackungen und Packanweisungen bedürfen unserer schriftlichen Bestätigung. Wir übernehmen keine Gewähr für Fertigware frei von Schlagstellen, Deformationen etc. Aus Umwelt-schutzgründen empfehlen wir wiederverwendbare Verpackungen.
Bei stückzahlgenauer Verpackung behalten wir uns geringe Abweichungen von der vorgegebenen Stückzahl in Höhe von 0,5% der Sollmenge vor. Kleinbehälter dürfen aus Arbeitsschutzgründen max. 15 kg. inkl. Inhalt wiegen.

Für Fragen und Anregungen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

DMV Deutsche Metallveredlung GmbH
(Stand: März 2019)



 

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